Das Jahr 2016 – eine Herausforderung

Die meisten von uns sind bereits wieder im Alltag angekommen. Das Jahr ist immerhin schon 15 Tage alt und die Rauhnächte sind schon wieder Erinnerung.

Ich kann das auch gut an meinen Besucherzahlen erkennen. Ab Allerheiligen kommen die Menschen offenbar in eine Stimmung, in der sie nach Antworten suchen, da rauschen die Besucherzahlen stark in die Höhe. Jetzt ist es wieder etwas abgeflacht. Jeder ist mit seinem Alltag beschäftigt – auch ich.

Für mich hat das Jahr, der Jahresanfang 2016 eine völlig andere Energie als die vergangenen Jahre. Es fühlt sich irgendwie metallisch an. Klar, scharf, stark und voller Energie – die sowohl zum Guten als auch zum weniger Guten genutzt werden kann. Wobei man hier natürlich wieder sehr vorsichtig sein muss, denn des Einen Gutes ist ja oft des Anderen Schlechtes. Also auch hier: Note to myself „Keine Pauschalierungen“.

Interessant finde ich die Entwicklung derzeit in den sozialen Medien. Nach den Vorfällen von Köln (über die ich jetzt nicht schreiben werde) herrscht regelrecht Krieg. Gerade in den letzten Tagen hatte ich heftige Diskussionen auf der FB Seite von Attila Hildmann, den ich ja grundsätzlich sehr bewundernswert finde, der sich (leider!) aber auch dazu hinreißen ließ, einen recht polemischen Artikel über die Sicherheit der deutschen Bürger zu schreiben.

Für die, die Attila Hildmann nicht kennen: Hildmann ist ein sehr kreativer veganer Kochbuchautor, den ich deshalb sehr schätze, weil er die Idee des Veganismus einer sehr breiten Gruppe von Menschen nahe bringen konnte, die über den „klassischen Weg“ da nicht hin gefunden hätten. Sehr interessant war dabei, dass er gerade aus der Ecke der klassischen Veganer den schärfsten Gegenwind erfahren hat, da er Veganismus zum Lifestyle erkläre. Ich persönlich konnte an seinem Zugang nicht Anrüchiges finden, weil ich denke, dass es den Tieren egal ist, warum sie nicht in der Massentierhaltung vegetieren müssen. Er vertritt einen sehr modernen Weg.

Und was mich jetzt bei diesen Diskussionen am meisten entsetzt, dass von Seiten der „besorgten Bürger“ kaum auf sachlicher Ebene argumentiert wird, sondern dass – sobald das Gefühl entsteht, dass man hier seinen ganzen Zorn abladen kann – wüsteste Beschimpfungen stattfinden. Es ist, als sei ein wütender Mob endlich losgelassen worden. Das stimmt mich einerseits bedenklich, andererseits bestätigt es meine Wahrnehmung der spirituellen Qualität des neuen Jahres. Es wird nichts beschönigt. Alles muss raus. Egal zu welchem Preis.

Auch in meinem eigenen Denken und Verhalten kann ich eine ähnliche Tendenz ablesen. Ich habe derzeit absolut kein Interesse daran, mich mit Kompromissen abzugeben. Meine Stimmung geht ebenfalls in eine stark polarisierende Richtung. Mir geht es in den letzten Wochen weniger darum, andere zu verstehen, sondern mir geht es darum, Stellung zu beziehen. Das ist unbequem. Für mich, aber auch für andere Menschen. Ich schweige nicht mehr und denke: „Der Klügere gibt nach“, sondern ich beharre darauf, dass meine Meinung eine andere ist. Und das nicht, weil ich mir das unbedingt so vorgenommen habe, sondern es ist einfach gekommen.

Aber was heißt das jetzt? Was kann sich ändern, dadurch, dass Menschen beginnen für ihre Meinung einzutreten?

Ich denke, einerseits passiert diese laute und polternde Stimmungsmache in ganz vielen Medien und Netzwerken. Andererseits gibt diese Zeitqualität aber auch den Menschen Kraft und Ansporn, die zwar bisher die (globale?!) Entwicklung mit Sorge betrachtet haben, aber eben (noch) nicht Stellung bezogen haben.

Somit könnte das Jahr 2016 eine sehr herausfordernde Zeit mit sich bringen. Und wenn ich denn richtig liege mit meiner Wahrnehmung, dann stehen wir nun endgültig davor, die Weichen neu zu stellen. Wir haben nun auch die spirituelle Unterstützung Dinge zu verändern. Ich bin wirklich sehr gespannt, was dieses Jahr uns mitbringt.

 

 

 

 

 

 

 

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