Was wirkt denn in einem Krankenhaus?

Diese Frage habe ich mir in der letzten Woche sehr oft gestellt. Glücklicherweise war ich bisher noch sehr selten als Patient in einem Krankenhaus. Aber ich habe in Krankenhäusern und Pflegeheimen gearbeitet.

Nun habe ich, als Begleitperson für meinen Sohn, die vergangene Woche im Krankenhaus verbracht und versucht, genau wahrzunehmen, was da so alles auf mich einströmte. Und das war nicht wenig.

Anfangs war ich noch nicht so beeindruckbar. Offenbar habe ich einen großen Lebenskräfte-Vorrat gehabt, als wir eingeliefert wurden. Aber je mehr Tage verstrichen, desto mehr habe ich festgestellt, dass meine Energie zur Neige ging. Dieser energetische Sog, den ich verspürt habe, hatte ich in meiner Arbeitszeit im Krankenhaus gar nie so deutlich wahrgenommen. Vielleicht war ich damals auch noch nicht so geschult in dieser Art der Wahrnehmung. Ich weiß es nicht.

Aber jetzt war es deutlich spürbar. Wenn ich genau hingespürt habe, war es fast körperlich wahrnehmbar, dass Angstwesen und andere Wesenheiten, die aus menschlichen Emotionen entstanden sind, durch die Gänge zogen. Und ich hatte dauernd das Gefühl, dass sie sich in ihrer Verzweiflung an mich klammerten. Das war manchmal so manifest, dass ich kaum noch unterscheiden konnte, was meine und was fremde Emotionen waren.

Und ich stellte und stelle mir die Frage, wie das auf die Patienten wirkt, die dem so ganz ungeschützt ausgeliefert sind. Und welche Möglichkeiten es gäbe, diese Wesenheiten in Krankenhäusern zu erlösen. Aus der geisteswissenschaftlichen Arbeit wissen wir, dass Emotionen und Gedanken umso mehr und kräftigere Wesenheiten erzeugen, je öfter sie gefühlt und gedacht werden. Und da in einem Krankenhaus ja sehr viel Angst, Verzweiflung und Trauer herrscht, bilden sich da im Lauf der Zeit natürlich sehr kräftige und stabile Wesenheiten.

Was kann man tun? Während ich mittendrin war, habe ich von Tag zu Tag mehr gespürt, dass ich aus dieser Position heraus praktisch nichts tun kann. Ich brauchte meine Kräfte allein dafür, mich selbst „sauber“ zu halten.

Natürlich gibt es auch sehr viele dienliche Wesenheiten in Krankenhäusern. Viele Ärzte und Schwestern und anderes Personal arbeiten mitfühlend, empathisch und sehr zum Wohle der Patienten. Das schafft ebenfalls Wesenheiten.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann glaube ich, dass es wichtig wäre, diese Wesenheiten, die aus lichtvollen Gedanken und Taten entstehen, zu stärken. Aber noch habe ich keine zündende Idee, wie das geschehen könnte.

Wenn ich jetzt vor mich hin phantasiere, dann denke ich darüber nach, dass es Menschen geben müsste, die diese guten Wesenheiten stärken und unterstützen – ganz bewusst, als Akt der freien Entscheidung. Denn es geht nicht darum, so eine Arbeit unbewusst zu tun, denn unser derzeitiger Menschheitsimpuls geht ja in die Richtung der freien, guten Entscheidung.

Ich möchte mich diesem Gedanken in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter widmen. Immer mehr wird mir bewusst, dass wir Menschen es uns nicht erlauben können untätig zu sein. Wir müssen uns in der physischen Welt täglich vor Augen halten, dass wir das Ruder herumreißen müssen. Dass wir täglich soziale Taten in die Welt tragen müssen. Und wir müssen uns ebenfalls um unsere Aufgaben für die Wesen der geistigen Welt kümmern. Die beiden Welten sind ja nicht getrennt voneinander. Wenn wir das Eine stärken, stärken wir auch das Andere.

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