Spiritualität im Alltag

Wenn wir eines Tages ganz überzeugt sein werden davon, dass es eine geistige Realität gibt, ebenso wie es eine materielle Realität gibt, werden wir ganz automatisch anfangen, unseren Alltag darauf auszurichten.

In dem Moment, wo uns, als Menschen bewusst wird, dass wir für alles was wir tun und unterlassen, die Verantwortung tragen müssen, können wir nicht mehr so weiter wirtschaften wie bisher. Wenn wir bisher denken: „Nach mir die Sintflut“, können wir natürlich sehr leicht Verbrechen an der Welt, den Menschen, Tieren, Wesenheiten und Umwelt anrichten und hoffen, dass es für uns ungesühnt bleibt, solange wir uns innerhalb der materiellen Gesetzgebung bewegen.

In dem Moment, in dem wir an eine nachtodliche Existenz glauben und auch daran, dass wir uns für alle unser Taten und Unterlassungen verantwortlich zeigen werden, sieht es schon ganz anders aus. Und entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass es da draußen irgendwo eine Kraft (oder Gott) gibt, die uns für unsere Taten straft oder belohnt, werden wir es selbst sein, die erkennen, was wir hätten besser machen können.

Die ganze Welt sähe anders aus, wenn wir uns dieses Umstandes bewusst wären. Wir könnten nicht leben mit der Gewissheit, dass unser Brüder und Schwestern an anderen Orten der Welt hungern, ohne uns darum zu kümmern. Es wäre uns bewusst, dass der Hunger der anderen genau so zu uns gehört wie unser eigener. Es wäre uns bewusst, dass jedes Tier, das wir quälen um billige Nahrung zu erhalten, ebenso zu uns gehört. Es wäre uns auch bewusst, dass all die Wesenheiten, die wir (noch) nicht sehen, ebenso Teil unserer eigenen, ganz persönlichen Realität sind.

Es ist in Wahrheit nämlich ganz einfach, Mitgefühl zu entwickeln und uns in jeder Sekunde zu fragen, welche Konsequenzen unser Handeln für andere Wesen hat. Wenn wir nur diese eine Übung machen, und immer wieder versuchen unser Handeln zu optimieren, dann würde sich das Bild der Welt ganz rasch verändern.

Wollen wir wirklich die Meere leer fischen? Wollen wir, dass eine Menge unschuldiger Tiere als Beifang verenden, damit wir unseren billigen Fisch aus dem Tiefkühlregal kaufen können? Wollen wir Milliarden Tiere in Tier-KZs quälen und foltern? Wollen wir weiterhin zuschauen, wie täglich viele Quadratkilometer Regenwald unwiederbringlich zerstört werden? Wollen wir Atomkraftwerke? Wollen wir gentechnisch veränderte Nahrung?

Ich bin mir sicher, dass die meisten von uns dies nicht wollen. Daher werden wir uns zusammentun müssen, um neue Wege zu finden. Die Macht geht glücklicherweise vom Volk und vom Konsumenten aus. Wir können alle Missstände beenden. Aber wir müssen damit beginnen.

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