Wenn Dir das Leben Zitronen schenkt…

Wenn Dir das Leben Zitronen schenkt, mache Zitronenlimonade daraus. Das ist ein altbekanntes Sprichwort, das immer wieder (auch) in den sozialen Medien auftaucht. Aber was tun Menschen, denen das Leben fast ausschließlich Zitronen schenkt? Machen die dann immer wieder Zitronenlimonade? Selbst wenn diese ihnen bereits aus beiden Ohren heraus kommt? Oder sollen sie lieber mal Bananen beim Universum bestellen?

Tja, da sind sie wieder: Die Bestellungen beim Universum

Ich bin ja ein Vertreter der Meinung, dass dies sehr wohl funktioniert. Ich glaube, (nein weiß!), dass wir mit Hilfe unserer Gedankenkraft oder des Universums (so genau weiß ich es nicht) alles bestellen können, was wir wollen.

ABER:

Die Crux an der Sache ist nämlich, dass wir an das, was wir bestellen, auch glauben müssen. Nicht nur das, wir müssen es fühlen können, als wäre es bereits da. Und wenn dies nicht so ist, dann trifft es auch nicht ein. Punkt!

Wenn nun Menschen ganz gefangen in ihren Problemen und ihrer ausweglos erscheinenden Situation sind, dann lässt sich schwer an eine Verbesserung glauben, und noch schwerer lässt sich diese als Gefühl vorweg nehmen.

Und das lässt vermuten, dass gerade Menschen, die es am dringendsten brauchen, diesen Weg nicht ohne Weiteres gehen können. Wir kennen es selbst: Dinge, die uns nicht so wichtig sind, können wir uns gut herbei wünschen. Aber Dinge, die uns ein wirklich dringendes Anliegen sind, lassen auf sich warten. Warum?

Weil Angst im Spiel ist. Angst davor, dass es eben nicht eintreten könnte. Weil es der einzige Ausweg aus der hoffnungslos erscheinenden Situation wäre und die Angst vor einem Misserfolg sich nicht so einfach besiegen lässt.

Ich arbeite ja in einem Unternehmen, das Dienstleistungen für Menschen mit extrem niederen Einkommen zur Verfügung stellt. Ich habe die Geschichten der Armut täglich vor meinen Augen. Manchmal fühle ich mich dadurch extrem niedergeschlagen. Nicht nur aufgrund der Tatsachen, sondern auch aufgrund der Hoffnungslosigkeit, in der sich diese Menschen befinden. Sie haben die Hoffnung auf ein besseres Leben bereits aufgegeben. Das ist wirklich schade.

Es macht mich bei allen Menschen betroffen, bei Männern ebenso wie bei Frauen, bei Alten ebenso wie bei Jungen. Aber am meisten betroffen macht es mich bei den Kindern. Kinder die hineinwachsen in ein Leben, das wenig Aussicht auf Besserung bietet. Die, ebenso wie ihre Eltern, in einer Spirale stecken, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint.

Und ich frage mich immer: Wie kann man als das Wissen um geistige Welten und höhere Zusammenhänge diesen Menschen nahe bringen? Wie könnte es gehen, hier einen ganz praktischen Zusammenhang herzustellen?

Ich kann mir nicht vornehmen, diesen Menschen einfach mal über diese Dinge zu erzählen. Sie haben nämlich ganz andere Sorgen, als sich mein Gequatsche anzuhören. Sie brauchen zuerst einmal ganz praktische Hilfe und praktische Ergebnisse, um überhaupt ein Interesse entwickeln zu können. Wer die Maslow`sche Bedürfnispyramide kennt, der weiß, dass zuerst die grundlegenden Bedürfnisse gedeckt sein müssen, um überhaupt nach anderen Dingen zu streben und sich dafür zu interessieren.

Ganz konkret heißt das: Es ist die Katze, die sich in den Schwanz beißt. Diese Menschen, die tagtäglich um ihr Überleben kämpfen, sind nicht in der Lage, sich ein besseres Leben vorzustellen und die Schritte aus ihrer Situation heraus zu visualisieren. Und gleichzeitig wird dadurch immer neues Elend erschaffen. Das ist zum verrückt Werden!

Wenn ich morgens (jaaaa, ich kenne das selbst zur Genüge!) aufwache und über meine Probleme grüble, tue ich alles dafür, dass mich diese Probleme auch weiterhin begleiten. Wenn ich es schaffe, meine Gedanken dahingehend zu verändern, dass ich die Lösung dieser Probleme bereits als gegenwärtig empfinden kann (auch das gelingt mir manchmal!), sind die Probleme oft im Handumdrehen verschwunden. Aber dazwischen liegt ein gewaltiger Willensakt und ein großes Vertrauen in die Funktionalität dieser Phänomene.

Ja, diese Gedanken begleiten mich nun schon seit Monaten und ich habe mir vorgenommen, mich diesem Thema weiterhin anzunehmen und mir die Zielgruppe „Mütter und Kinder“ (natürlich können es auch „Väter und Kinder“ sein) und zu versuchen, diesen Menschen – noch praktischer als hier – Wissen, Erfahrung, Hilfestellung in einem Blog anzubieten. Daran arbeite ich gerade.

Was mich am meisten beschäftigt ist die Tatsache, dass gerade im sozialen Bereich viele Hilfen angeboten werden, aber dadurch die Menschen auch immer hilfebedürftiger werden. Das ist alles sehr gut gemeint, aber aus meiner Sicht liegt das Entkommen aus bestimmten Situationen ganz in der Macht der Betroffenen. Aber mit dieser Aussage muss man sehr vorsichtig sein, weil dann leicht der Umkehrschluss auftaucht, dass die Betroffenen ja selbst schuld sind an ihrer Misere. Das stimmt nur teilweise und von Schuld im eigentlichen Sinne spreche ich auch gar nicht. Wir alle könnten so viel mehr aus uns und unserem Leben machen, wenn wir nur wüssten wie es geht.

Und oftmals steht uns nicht das fehlende Wissen im Weg, denn das gibt es zur Genüge in Büchern und sogar Filmen, sondern woran es meist scheitert, ist die praktische Umsetzung.

Ganz konkret: Wie sehen die ersten Schritte aus. Wie schafft man es aus der Verzweiflung der momentanen Lage die Kraft aufzubringen, die ersten kleinen Schritte zu setzen.

Das ist aus meiner Sicht der allerschwierigste Punkt. Und da dies ja auch teilweise die Intention dieses Blogs ist, das Ringen um die Erkenntnisse aus dem Geistigen auch ins konkrete Alltagsleben zu übertragen, möchte ich nun noch einen Schritt weitergehen und in einem weiteren Blog nochmal ein Stück konkreter an „den Wunden unserer Gesellschaft“ arbeiten.

Ich würde mich über Feedback dazu sehr freuen. Wie seht Ihr das?

Liebe Grüße

Manuela

 

 

 

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