Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin

Die letzten Tage waren überschattet durch die Anschläge von Paris. Viele Stimmen wurden laut, riefen nach Vergeltung, nach Grenzkontrollen, nach allem Möglichen und Unmöglichen. Viele laute Stimmen hatten Meinungen, wie solche Probleme zu lösen wären. An vielen Stellen sprach man von Krieg.

Krieg und Vergeltung – Angst und Hass

Das können nicht die Wahlmöglichkeiten einer entwickelten und zivilisierten Gesellschaft sein. Wenn wir dem Terror etwas Wirksames entgegen setzen wollen, dann kann es nur Frieden und Menschlichkeit sein.

Die Aufgabe jedes Einzelnen, Frieden zu ermöglichen

Es ist nicht mehr eine Zeit, in der die Mächtigen sagten, was zu tun ist. Die Stimme der Einzelnen hat mittlerweile eine Möglichkeit in wenigen Minuten um den ganzen Globus zu wandern. Wir können uns gemeinsam für den Frieden einsetzen. Denen vergeben, die kriegerisch handeln, weil sie es nicht besser wissen.

Es ist leicht, nach Bestrafung zu schreien

Nach Bestrafung zu schreien, ist viel leichter, als mit dem Frieden im eigenen Herzen zu beginnen. Wie viel Krieg tobt doch oft in unseren Herzen? Wo sind wir selbst in Terror verwickelt? In Mobbing-Geschehen und bösartigem Klatsch und Tratsch. Auch dies ist Krieg am Nächsten.

Aber der Friede beginnt mit dem Frieden mit uns selbst

Solange wir nicht mit uns selbst und unserem Leben Frieden geschlossen haben, ist es unmöglich, den Frieden in die Welt zu tragen. Uns selbst zu mögen und uns anzunehmen, so wie wir sind, ist oft ein langer und schwerer Weg. Zu sehr sind wir gewohnt, dass wir uns selbst hasserfüllt gegenüber stehen. Weil unser Körper nicht so aussieht, wie wir es gerne hätten. Weil wir nicht so klug und eloquent sind, wie wir gerne wären…Es gibt tausend Gründe, warum wir mit uns selbst im Unfrieden sind.

Erst wenn wir uns selbst verziehen haben, können wir auch anderen verzeihen. Was hält uns davon ab?

Die Weihnachtszeit steht bevor

Wäre es nicht eine schöne Herausforderung, die kommende Weihnachtszeit zu einer Zeit der bedingungslosen Liebe zu sich selbst und zu allen Wesen zu erklären? Wäre es nicht eine Option sich daran zu üben? Ich stelle mir vor, dass wir das Licht der Liebe einfach um die Erde tragen. Dass wir – statt hasserfüllte Gedanken zu hegen – uns überlegen, wem wir heute eine Freude machen können? Ich möchte mich gerne daran versuchen. Ich möchte mir gerne täglich vor Augen halten, dass der Friede bei mir selbst beginnt. Dass ich der innerste Keim meines Frieden bin und diesen dann an meine Nächsten weiterreichen kann. Es wäre schön, wenn wir eine ganze Gruppe von Menschen wären, die einfach aufhören, uns einreden zu lassen, dass Krieg der Weg zum Frieden ist.

Getreu dem Motto: „Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!“

 

 

5 Kommentare zu „Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin

  1. Ich finde das Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin immer wieder interessant weil es so nicht stimmt und auch nichts mit einem Krieg zutun hat, Auch ist es nicht von Bertold Brecht. Hier eimal das angeblich von B,B, im ganzen: Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin – dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.
    Samit hättest Du verloren. Und weiter, dieses Zitat stammt gar nicht von Brecht, sondern wurde sinnentstellend vor ein Brechtgedicht montiert:
    Zitat:“Sometime they’ll give a war and nobody will come – diesen von den Friedensfreunden aufgegriffenen Satz schrieb der Dichter Carl Sandburg 1936 in seinem Gedichtband The People, Yes. Um die Aussage in ihr Gegenteil zu verkehren, dichtete ein anonymer Autor die Zeile „… dann kommt der Krieg zu euch“ dazu und montierte das Ganze vor eine Passage aus Brechts Koloman Wallisch Kantate. In der geht es aber überhaupt nicht um einen Krieg – sie ist dem österreichischen Revolutionär Koloman Wallisch gewidmet, der 1934 bei den Arbeiteraufständen ums Leben kam. Erst ab der Zeile „Wer zu Hause bleibt …“ handelt es sich also um ein Brecht-Zitat.“
    Die erste Zeile des erfundenen Zitats „Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin“ ist eine Abwandlung einer Zeile aus dem 1936 veröffentlichten Roman „The People, Yes“ des amerikanischen Schriftstellers und Poeten Carl Sandburg (1878-1967). Ein kleines Mädchen äußert darin beim Vorbeiziehen einer Truppenparade die hypothetische Überlegung: „Sometime they’ll give a war and nobody will come“1 (deutsch: „Einmal werden sie einen Krieg geben, und keiner wird kommen“). „Groucho“ (Julius Henry) Marx (1895-1977) von den legendären „Marx Brothers“ behauptete allerdings in seiner Autobiografie „Groucho and Me“, dass Carl Sandburg zahlreiche Anekdoten und Zitate gesammelt habe und diesen Ausspruch wiederum von seinem amerikanischen Schriftsteller-Kollegen Thornton Wilder (1897-1975) übernommen haben soll. ? Die zweite Zeile „dann kommt der Krieg zu Euch“ ist auf jeden Fall eine freie Erfindung unbekannter Herkunft. „. Das interessante ist, dass Brecht in dem Teil, der WIRKLICH von ihm stammt NICHT von Krieg, sondern von KAMPF redet.

    Er meint hier den Arbeitskampf oder den Kampf für eine gerechte Sache, der nicht von physischer Gewalt begleitet sein muss.

    Der Teil des Gedichtes, der von Brecht stammt lautet: „Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat“

    Hier kann jeder Streik der Metallarbeiter für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen gemeint sein.

    Man sieht:
    Besonders tote Dichter werden gerne zu Rechtfertigung der eigenen Ziele und Meinungen eingesetzt und nissbraucht. Jedes Zitat muss zuück in den Zusammenhang gestellt und daraufhin untersucht werden, inwiefern es manipulativ entstellt und benutzt wird.

    Aber ansonsten gebe ich Dir recht. 😉

    1. Danke Uwe für Deine Erläuterung. Ich wusste weder, dass das ein BB Zitat ist, noch in welchem Kontext es steht/stand. Ich habe mich nur an einen Button aus den 80ern erinnert, den ich damals auf der Jeansjacke trug. War ein sehr interessanter und lehrreicher Kommentar! 🙂

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