Jahreswechsel

Heute ist es so weit. Wir verabschieden das alte Jahr. Egal was es uns gebracht hat, wir sollten dankbar zurück blicken. Gerade die unangenehmen Dinge bergen einen starken Keim für unser persönliches Wachstum.

Auch mein Jahr 2014 war von Krisen und Umbrüchen geprägt. Heute in der Morgendämmerung habe ich es Revue passieren lassen und festgestellt, dass es mich – mit allen schwierigen Stunden – dahin gebracht hat, mein Potenzial wieder zu erkennen. Erst wenn wir als Menschen so richtig gefordert sind erfahren wir, zu welchen Leistungen wir fähig sind.

Bei mir ging es 2014 darum, auch in den schwierigen Momenten zu erkennen, dass es etwas gibt, das größer ist als ich. Dass ich mich in Momenten der Verzweiflung auf meinen Glauben an das Göttliche, die universelle Kraft, verlassen konnte.

Einer dieser Momente war der Unfall meines kleinen Sohnes. Als ich an seinem Bett saß und darauf wartete, dass er in den OP gefahren wurde, wurde mir bewusst, dass ich nun alle Zügel loslassen und auf das Wissen der Ärzte vertrauen musste. Ich saß vor dem OP und betete. Dann fiel mir plötzlich ein, dass ich meine schamanischen Krafttiere ebenfalls um Hilfe bitten konnte. Ich bat sie, meinen Sohn in den OP zu begleiten und den Ärzten ihre ganze Weisheit zur Verfügung zur stellen. Außerdem bat ich ein paar gute Freunde, für ihn zu beten. Das alles waren tröstliche Gedanken. Ich saß alleine vor diesem Raum, in dem gerade an meinem Sohn gearbeitet wurde und fühlte mich begleitet und beschützt. Eine sehr starke Erfahrung!

Und als vor einigen Wochen eine weitere Krise anbahnte, wusste ich ebenfalls, dass dies zwar viele Unannehmlichkeiten für mich und meine ganze Familie mit sich bringen würde, dass es aber auch ein Schritt in ein neues Leben sein wird. Und ich konnte dieses Gefühl erfahren, dass man inmitten eines tosenden Sturmes steht und innerlich bleibt alles ruhig. Das war ebenfalls eine unglaublich spirituelle Erfahrung. Daraus konnte ich in diesem Jahr erkennen, dass all die spirituelle Arbeit der letzten Jahre und Jahrzehnte Früchte trägt. Es ist nicht nur ein Hobby, dass man sich damit beschäftigt, sondern es verändert das Leben und die Wahrnehmung nachhaltig.

Es sind nun mehr als 30 Jahre, dass ich begonnen habe mich mit der Anthroposophie und anderen spirituellen Lehren zu beschäftigen und es hat mich zu einem anderen Menschen gemacht. Wenn ich Menschen erlebe, die diese Zugänge nicht haben, dann kann ich sehen, wie viel mühevoller und aufreibender das Leben ist.

Wenn man alles nur mit den augenscheinlichen Tatsachen erklären können will, muss man sich so viel zurecht biegen und es kann leicht dazu kommen, dass sich der Mensch als Spielball vieler Zufälle empfindet. Aber genau dies ist aus meiner Sicht nicht der Fall – der Mensch ist Schöpfer. Wozu auch immer wir uns entscheiden, es hat Folgen. Unsere Gedanken und Taten in der Vergangenheit haben die Gegenwart erschaffen. Das mag für viele Menschen hart klingen, aber das Wichtigste daran ist doch, dass unserer Gedanken und Taten der Gegenwart unsere Zukunft erschaffen werden. Wenn wir aufhören, uns als Opfer zu betrachten und die ganze Verantwortung für unser Leben übernehmen, können wir so vieles erschaffen.

Lieber Leserinnen und Leser, ich wünsche Euch für heute einen wunderbaren Rückblick auf das Jahr 2014 und einen tollen Ausblick auf das kommende Jahr.

Möge es Euch möglich sein, Dankbarkeit, Freude und Hoffnung zu empfinden. Um Mitternacht beginnt ein neuer Abschnitt und Ihr könnt die Kraft der Rauhnächte und des Jahreswechsels dazu nutzen, Euch Euer zukünftiges Leben zu erschaffen.

Seid ganz herzlich gegrüßt

Manuela

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