Achtsamkeit

Wir Menschen sind schnell bei der Sache, wenn es darum geht, etwas zu tun, das uns zuträglich erscheint. Aber beachten wir dabei immer, welche Konsequenzen unser Handeln für den Anderen hat?

Oft berufen wir uns auf unsere Freiheit. Aber unsere Freiheit endet dort, wo wir anderen Menschen, Tieren oder der Umwelt schaden. Dieses Wissen ist natürlich nichts Neues.

Aber aus aktuellem Anlass möchte ich darauf noch einmal genauer eingehen.

Es kann sein, dass etwas, das uns ein paar Minuten Lust oder Freude beschert, für einen anderen Menschen weitreichende Konsequenzen für sein ganzes Leben hat.

Wie gehen wir damit um?

Reicht es, sich davor zu schützen, dass es sich im Rahmen der irdischen Gesetze noch im legalen Rahmen befindet oder – falls dies nicht der Fall sein sollte – dass man klug genug ist, sich vor Strafen zu schützen?

Was glauben wir, was wir nachtodlich empfinden werden? Viele Forschungen gehen so weit, dass es mittlerweile fast klar sein kann, dass wir nachtodlich eine andere Art von Existenz leben. Und viele hellsichtige Menschen beschreiben das nachtodliche Leben so, dass wir unser eigenes Leben noch einmal durchleben – aus der Sicht der Menschen, mit denen wir in Berührung gekommen sind.

Wir durchleben unser ganzes Leben noch einmal und fühlen dabei aber nicht unsere Gefühle, sondern die, die wir in anderen Menschen geweckt haben.

Die katholische Kirche nennt es das Fegefeuer. Ich glaube nicht an das Fegefeuer, aber ich glaube daran, dass wir alles, was wir im Leben tun, verantworten müssen. Und für den einen oder anderen Menschen kann sich das wie ein Fegefeuer anfühlen. Je nachdem, welche Gefühle er in anderen Menschen hervorgerufen hat.

Müssen wir uns deshalb nun ängstigen? Nein, ich denke nicht. Ich denke, dass wir uns einfach bewusst sein sollten, dass alles, was wir tun, vielleicht weitläufigere Konsequenzen hat, als wir derzeit glauben. Viele Berichte sprechen dafür.

Kein Mensch ist  nur gut. Aber ich schließe mich vielen großen Denkern und Sehern an, dass es darauf ankommt, wie wir uns im Lauf unseres Lebens entwickeln. Schaffen wir es, uns zu verändern? Gewinnen wir Einsichten? Verändern wir uns zum Guten? Stellen wir uns in den Dienst des Guten?

Aber da stellt sich die nächste Frage: Was ist das Gute?

Aus meiner Sicht kann man im Alltag sehr leicht erkennen, was das Gute ist. Es ist das, was wir vor Niemandem verbergen müssen. Das, was wir der Welt von uns zeigen können. Das, was gute Gedanken schafft. Es ist das, wo wir anderen Menschen und/oder der Natur helfen.

Es gibt viel Elend auf dieser Welt. Viele Tränen, die tagtäglich fließen. Schaffen wir es, diesen Strom der Tränen auch nur ein kleines bisschen zu reduzieren? Können wir Menschen helfen, glücklicher zu sein?

Wenn jeder von uns nur ein klein wenig daran arbeitet, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, dann können wir es schaffen. Wenn jeder von uns nur ein klein wenig auf seine egoistischen Bedürfnisse verzichtet, dann kann die Sonne für viele Menschen scheinen.

Achtsamkeit ist der Schlüssel zu diesem Handeln. Seien wir achtsam. Schauen wir genau, was unser Handeln für andere Menschen bedeutet. Achten wir darauf, dass wir zwar in Freiheit sind, aber die Freiheit von anderen Menschen nicht mit Füßen treten.

Was werden wir von uns denken, wenn wir auf unserem Sterbebett liegen? Werden wir auf ein Leben zurück blicken, dass lohnenswert war? Werden wir denken, dass es gut war für die Welt, dass es uns gegeben hat?

Egal ob man an ein Leben nach dem Tod glaubt, woran man getrost glauben kann ist der Moment, an dem wir uns auf den Weg machen, diese Welt zu verlassen. Dieser Moment steht uns allen bevor. In welcher Stimmung werden wir dies tun? Werden wir stolz und glücklich sein, dass es uns gegeben hat?

2 Kommentare zu „Achtsamkeit

  1. da gehören die Tiere auch dazu, sich nur das Gesicht und den Blick eines Tieres jedesmal zu vergegenwärtigen, wenn wir einen Teil davon zu uns nehmen wollen, macht es eigentlich zumindest für mich unmöglich und ist ein heilsamer Beitrag zum Guten.

  2. Ja, wenn man sich die Tieraugen vorstellt, dann wird es eigentlich unmöglich. Ich habe gestern Kühe gestreichelt. Das sind so liebevolle, so gütige, so großherzige Tiere…einfach wunderbar.

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