Nach den Rauhnächten – die Transformation der Erkenntnisse in den Alltag

Nachdem wir heute Tag 2 nach den Rauhnächten erreicht haben, fällt mir auf, dass nun eine Zeit voller Herausforderungen vor uns liegt.

Der Zauber der Anderszeit ist vorüber, Erkenntnisse haben sich ganz oder teilweise eingestellt.

Wie schaffen wir es nun, die Erkenntnisse aus den Rauhnächten – aus der Anderszeit –  in unseren ganz gewöhnlichen Alltag zu transformieren?

Wie schaffen wir es, nicht wieder im Dunkel und im Stumpfsinn zu versinken?

Die Zeit nach den Rauhnächten kann ein wenig als als ein „Wandern im finsteren Tal“ empfunden werden. Wenn der Glanz des Mystischen, das Funkeln der Weihnacht vorbei ist, erkennt man im alltäglichen Leben, dass nun eine Leere einkehrt.

Ich habe das ganz deutlich im Haus erlebt. Der Weihnachtsschmuck ist abmontiert, verpackt und für das nächste Jahr verstaut. Was bleibt, sind ein paar Nägel in den Wänden und ein paar letzte Stücke, die übersehen wurden. Mein kleiner Sohn fragte mich, ob er nun gleich die Osterdekoration aufstellen dürfe. Aber dazu ist es noch zu früh. Es ist bei Weitem noch nicht Ostern, nicht einmal der Frühling ist in Sicht.

Wir stecken nun gerade in tiefstem Winter und in tiefster Dunkelheit – auch wenn die Wintersonnenwende bereits stattgefunden hat. Es ist eine dunkle und kalte Zeit, Und ab und zu versucht die Kälte und die Dunkelheit auch in unsere Gedanken und Gefühle zu kriechen.

Wie schaffen wir es nun, unsere Empfindungen hinzulenken auf das, was nun in jedem von uns entstehen kann?

Zweifel an der geistigen Welt verdunkeln oft unseren Blick

Auch wenn wir uns eigentlich sicher sind, dass hinter der materiellen Wirklichkeit noch eine geistige Welt existiert, schleichen sich gerade in solche Zeiten gerne Zweifel an der Existenz der geistigen Welt in unsere Herzen. Bei mir mittlerweile nicht mehr, aber ich hatte in den letzten 30 Jahren viele zweifelnde Momente. Dabei gibt es so viele Analogien in der materiellen Welt, die uns helfen können, auch an Dinge zu glauben und sie für existent zu erachten, wenn wir sie mit unseren physischen Sinnen nicht sehen können.

Vergleich geistige Welt – Radiologie

Ich habe lange Jahre in der Radiologie gearbeitet. Das heißt, ich habe Apparate bedient, die etwas Unsichtbares produziert haben und daraus ein Bild entstehen ließen. Keiner von uns hat jemals Röntgenstrahlung gesehen, gespürt oder gerochen und trotzdem trugen wir Bleischürzen und Dosimeter, um uns vor etwas Unsichtbarem zu schützen.

Bei der Magnetresonanztomographie ist es ähnlich und noch komplizierter. Im Gegensatz zum Prinzip der Röntgenstrahlung, das physikalisch recht leicht zu verstehen ist, ist das Prinzip der MRT deutlich komplizierter. Wieder arbeiten wir mit gänzlich unsichtbaren Kräften: Magnetfeld und Hochfrequenz (also Radiowellen). Und daraus entstehen ebenfalls Bilder.

Keiner kommt mehr auf die Idee, das als Aberglauben oder Humbug abzutun. Zu sehr wissen wir mittlerweile, dass dieses Prinzip funktioniert und die daraus entstehenden Bilder durchaus reelle Zustände unseres Körpers zeigen.

Aber das war nicht immer so. Wilhelm Conrad Röntgen musste sich einer ganzen Schar von Zweiflern stellen. Und die Schädlichkeit der Strahlung musste er bitter erfahren, indem sich sie linke Hand seiner Frau, die er zu Versuchszwecken heranzog, doch drastisch veränderte.

Und ebenso ist es mit den Erkenntnisse der geistigen Welt. Die meisten Menschen haben die Organe, die ihnen den Kontakt ermöglichen könnten, verschlossen. Sie möchten so sehr an die Beherrschbarkeit der Welt durch uns Menschen glauben (obwohl sie täglich mit dem Gegenteil konfrontiert werden), dass sie diese Erkenntnisse gar nicht in ihren Alltag herein nehmen möchten.

Die nächsten Abschnitte sind nun für diejenigen unter uns, die gerne das Abenteuer der Spiritualität im Alltag erleben möchten.

Ich mache Spiritualität im Alltag der Einfachheit halber heute mal an meinen Neujahrsvorsätzen fest.

Da war Nummer 1 der Neujahrsvorsätze: Rauchstopp

Nach ungefähr einer Milliarde gescheiterter Versuche, scheint es in meinem Kopf nun endlich „Klick“ gemacht zu haben. Natürlich spielen für mich da gesundheitliche Aspekte mit hinein, aber ein wesentlicher Aspekt ist für mich, dass der Rauchstopp eine Willensübung ist. Rudolf Steiner hat die Schulung des Willens sehr oft erwähnt. Da der Mensch das einzige Wesen ist, das über einen völlig freien Willen verfügt, ist es gerade dieses Instrument, das am meisten trainiert gehört. Jede Art von Sucht unterwandert den freien Willen. Jede Art von Sucht gibt anderen Wesenheiten Macht über uns. Nicht, dass mir diese Erkenntnis bisher verborgen war. Aber ich hatte es geschafft, sie immer wieder auszublenden. Selbst die Schilderungen Steiners, dass die Sucht nachtodlich noch immer ein Problem für uns Menschen ist, weil wir dann an andere, süchtige Menschen andocken müssen, um zumindest einen Hauch unserer Sucht zu stillen, konnte mich bisher nicht dazu bewegen. Aber heute, am 8. Tag merke ich, dass ich selbst Schmachtattacken ganz gut aushalten kann, weil ich weiß, dass es diese Wesenheiten sind, die sich bei mir nun keine Befriedigung ihrer Sucht mehr holen können. Dieses Mal erscheint mit der Rauchstopp wegen des geistigen Hintergrundes schaffbar.

Aber das Rauchen war ja nicht meine einzige Sucht.

Schokoladensucht

Ich kann sehr gut in die Schokoladensucht hinein kippen. Vor allem, wenn mein Körper im Kohlenhydratstoffwechsel läuft. Das hat fatale Folgen. Ich esse Kohlenhydrate in Form von Brot, Müsli, Kartoffeln oder Reis und spätestens eine Stunde später überfällt mich der Hunger auf Schokolade und andere Süßigkeiten. Hier hilft es mir am besten, aus dem Kohlenhydratstoffwechsel auszusteigen. Dann kann ich meine Sucht ganz gut im Zaum halten.

Koffeinsucht

Die Koffeinsucht war bei mir so schlimm, dass ich bis zu zehn Tassen Kaffee am Tag getrunken habe. Und das besonders Absurde daran war, dass ich immer müder wurde, je mehr Kaffee ich getrunken habe. Ich habe, kurz bevor ich das Rauchen eingestellt habe, das Kaffee trinken eingestellt. Und ich hatte zwei Tage lang hämmernde Kopfschmerzen. Aber ich wusste, dass dies nur vorübergehend ist und habe mich bemüht, diese Kopfschmerzen als das positive Zeichen meiner Suchtbefreiung zu sehen. Ganz ehrlich: Es ist mir nur halb gelungen. In Wahrheit lag ich den ersten Tag jammernd auf dem Sofa und habe meine Familie genervt. Aber nach zwei Tagen war die Koffeinsucht besiegt und ich trinke nun grünen Tee. Der Kaffee hat mir in Wahrheit noch nie geschmeckt. Der ist eigentlich nur grauslich bitter. Das war eine sehr schlechte Gewohnheit.

Das Wichtigste daran: Jede Überwindung einer Sucht, einer Gewohnheit setzt ganz neue Kräfte frei, die uns helfen Dinge zu schaffen und zu erkennen, die uns bisher versagt und verborgen geblieben sind.

Die Überwindung von Süchten und Gewohnheiten ist ein zutiefst spiritueller Akt!

Die Ernährungskorrektur oder Ernährungsumstellung

Diese fällt mir von allen Neujahrsvorsätzen am leichtesten. Ich habe mich schon immer gerne gesund und bewusst ernährt und es macht mir Spaß, mir herrliche, gesunde Speisepläne für jeden Tag zu entwerfen.

Eine Ernährungsumstellung kann eine tiefe spirituelle Transformation bedeuten, wenn wir einerseits auf Tierprodukte (so gut es geht) verzichten und andererseits unser Nahrung im ganzen Bewusstsein selbst zubereiten, sie segnen und achtsam verspeisen. Das hat eine völlig andere Qualität als mal schnell bei McDrive vorbei zu fahren und sich einen Big Mac und eine Portion Pommes zwischen die Zähne zu klemmen. Mir ging es dabei immer so, dass ich erstens den Big Mac ganz schnell essen musste, um bloß nicht darüber nachzudenken, was genau ich da aß. Und hinterher war mir regelmäßig schlecht. Bei meinen selbstgemachten Gerichten nun fühle ich mich durchwegs gut und spüre, dass die Fettpolster auch bereits schwinden.

Als kleine Inspiration möchte ich euch meinen heutigen vegan-gesunden Speiseplan vorstellen:

Frühstück: Verschiedenes Obst mit einem Spritzer Agavensirup, Zimt und 200g Sojajoghurt

Mittagessen: Selbstgemachte Buchweizennudeln mit Pesto

Buchweizennudeln sind mein neues Fast-Food. Da ich Pasta über alles liebe und mir momentan nicht alles versagen möchte, bin ich auf selbstgemachte Buchweizennudeln gestoßen. Gefunden habe ich sie in: „Vegan for Youth“ von Attila Hildmann.

Einfach Buchweizen mahlen, eine Prise Salz und Wasser dazu bis es ein fester Teig wird. Den Teig in den Kühlschrank stellen und ruhen lassen. In der Zeit kann man die beliebige Soße zubereiten. Dann eine handtellergroße Kugel in zwei oder drei Teile schneiden und einzeln dünn ausrollen. Die Teigfladen mit einem Messer in Streifen schneiden und 1-2 Minuten in kochendes Wasser geben.

Schmeckt hervorragend, ist super gesund und sättigt auf eine ganz tiefen Ebene. Oft brauche ich nicht einmal mehr Abendessen, wenn ich mittags genügend Buchweizennudeln gegessen habe. Dauert ein wenig länger als Nudeln aus der Packung – lohnt sich aber!

Abendessen: Tofu-Bolognese mit Zucchininudeln

Nein, nicht schon wieder Teigwaren. Diese Nudeln sind mit dem Spiralschneider geschnittene Zucchini. Fast komplett kohlenhydratfrei und somit das perfekte Abendessen. Den Tofu mit einer Gabel zerdrücken. Mit Knoblauch, Zwiebel und Gewürzen scharf anbraten. Ich gebe dann pürierte Paprikaschoten und etwas Tomatensoße dazu. Die geschnittenen Zucchini zum Schluss kurz darin mitgaren.

Schmeckt viel besser als es klingt und ist ein perfektes Abendgericht.

Und der wichtigste Vorsatz hat sich erst am Ende der Rauhnächte für mich heraus kristallisiert. Ich sehe mich noch mehr als im Jahr 2013 dazu aufgerufen, mich der Verbreitung der Spiritualität im Alltag zu widmen.

Morgen mehr!

Liebe Grüße und einen schönen alltags-spirituellen Tag wünsche ich Euch!

Manuela

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