Wie es mir mit den Neujahrsvorsätzen ergeht

Neujahrsvorsätze und Rauhnächte

Gerade weil ich bisher immer gedacht habe, dass Neujahrsvorsätze in Wirklichkeit ein Blödsinn sind, überrascht es mich umso mehr, wie viel Kraft diese Anders-Zeit  bietet um Dinge umzusetzen, die man sonst nicht geschafft hätte.

Rauchstopp

Ich habe unendlich viele gescheiterte Versuche hinter mir. Und schon oft habe ich gedacht, dass ich der letzte Raucher auf dieser Welt sein werde. Und das, obwohl ich mir auch der spirituellen Auswirkungen des Rauchens bewusst war. Ich wusste immer, dass ich mit meiner Sucht anderen Wesenheiten – meist süchtigen Verstorbenen in Erdnähe – diente, um auf astralischer Ebene deren nicht-verwandelte Sucht zu stillen.

Wie oft habe ich darüber nachgedacht, dass ich einen Tross an Wesenheiten mit mir herumschleppe, die sich meiner bemächtigen und ich diene ihnen, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich habe es halt hingenommen, weil ich dachte, es nicht ändern zu können.

Und ich hatte Angst vor der Stunde des Jahreswechsels. Wie würde es mir ergehen, wenn ich nicht mehr rauchte? In Wahrheit kenne ich ja fast kein Leben ohne Rauchen. Ich rauche mit kurzen Unterbrechungen (Schwangerschaften und andere Ausnahmesituationen)  seit ich 12 bin. Ich habe keine Referenzwerte wie es ist, als Erwachsene aufzustehen und fröhlich nicht zu rauchen. 

Und wie ist das Leben als Nichtraucher nun?

Ich kann ja noch nicht über eine sehr lange Zeit berichten. Momentan bin ich seit 56 Stunden Nichtraucher. Und wirklich: Mir fehlt bisher nicht das Geringste. Es gibt kurze Momente, in denen ich denke: „Ah, jetzt gehst Du dann mal eine rauchen.“ Und dann fällt mir ein, dass ich ja mittlerweile Nichtraucher geworden bin, und es ist somit gut.

Besonders schlimm habe ich mir das Aufstehen vorgestellt. Bisher war ich immer gerne aufgestanden, weil ich mich auf einen Kaffee und eine Zigarette gefreut habe. Davor habe ich mich am meisten gefürchtet, dass ich nun keinen Grund mehr habe, mich auf das Aufstehen zu freuen. Aber auch das ist nicht eingetreten. Ich freue mich nach wie vor auf das Aufstehen, weil jetzt kommt mein nächster Neujahrsvorsatz ins Spiel:

So viel wie möglich selber machen!

Gerade im Moment backt im Ofen mein erstes Brot seit Langem. Ein Sauerteigbrot aus frisch gemahlenem Roggen- und Dinkelmehl. Und auf der Heizung geht gerade der Teig für die weißen Semmeln. Es ist nämlich ein Gerücht, dass man keine guten weißen Semmeln backen. Sie werden nicht ganz so fluffig wie die vom Bäcker, haben dafür auch deutlich weniger Backhilfsmittel.

Gerade bei den Backwaren bin ich der Meinung, dass man ohne Probleme alles selbst machen kann, wenn man Lust hat und sich ein wenig Übung gönnt. Natürlich kann immer mal was gründlich daneben gehen.

Für mich ist es nun eine neue Motivation:Morgens aus dem Bett zu springen und mich gleich an die  Arbeit zu machen.

Das hat eine viel bessere Qualität als aufzustehen und mit Kaffee und Zigarette vor die Tür zu gehen.

Bei meinen früheren Versuchen hatte ich keine Perspektive geschaffen, da war das Defizit, jetzt nicht rauchen zu können, im Vordergrund. Jetzt habe ich einfach ein ganz neues Leben angefangen und ich nutze die helfenden Kräfte der Rauhnächte natürlich.

Insofern muss ich meine Meinung zu den Neujahrsvorsätzen kräftig revidieren

Nächster Vorsatz: Ernährungsumstellung

Heute möchte ich mit der Ernährungsumstellung beginnen, nachdem ich gestern noch einen richtigen Schokoholic-Anfall hatte. Das bereue ich am Tag danach immer schrecklich. Daher möchte ich auch für dieses Unterfangen noch die Kraft der Anders-Zeit nutzen und werde ab heute nur noch vegan und vollwertig essen.

Der Anfang macht mein selbst gebackenes Brot zum Frühstück.

Ich werde meine Backwaren heute testen und wenn sie so geworden sind, wie ich sie mir vorstelle, werde ich morgen das Rezept veröffentlichen. Noch duften sie im Ofen vor sich hin.

Ich wünsche Euch allen noch eine wunderbare Anders-Zeit! Wenn Ihr Lust habt, könnte Ihr mir gerne schreiben, wie Ihr die Anders-Zeit für Euch nutzt. Entweder hier als Kommentar oder per Mail an manuela@pusker.at

Liebe Grüße

Manuela

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